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Aufbau und Anatomie

Knorpel (Cartilago) ist ein glattes, gefäßloses Gewebe, das an vielen Stellen unseres Körpers vorkommt. Zum Beispiel an den Gelenken, an den Bandscheiben oder Menisken.

Je nach Anforderung sind die Knorpel verschieden zusammengesetzt.

Woraus besteht Knorpel?

Knorpel ist ein festes, druckstabiles Stützgewebe, das aus Knorpelzellen und aus Interzellulärsubstanz besteht.

Die Knorpelzellen (Chondrozyten) bilden Kollagenfasern, die miteinander vernetzt werden. Zwischen den Fasern kann viel Wasser gebunden werden, um Elastizität zu ermöglichen und vor Druckbelastung zu schützen.

Chemisch setzen sich Knorpel aus Eiweißen und Kohlenhydraten (Mucopolsacchariden) zusammen und haben eine gelartige Festigkeit. Je nach Knorpelart liegen zwei bis acht Knorpelzellen eng nebeneinander und werden von der Knorpelkapsel und dem Knorpelhof umgeben. Diese Einheit wird auch Chondron genannt.

 

Schematische Darstellung eines Chondrons (Knorpelzellen und Knorpelhof)

Der Knorpel hat keine Blutgefäße und Nerven.

Der Knorpel hat keine Blut-, Lymphgefäße und Nerven. Dies unterscheidet ihn von vielen anderen Geweben und beeinflusst die Heilung von Knorpelschäden. Durch das Fehlen von Blutgefäßen können Knorpeldefekte nicht heilen.

Die auftretenden Schmerzen bei Knorpelschäden enstehen nicht direkt im Knorpelgewebe, sondern im darunterliegenden Knochen und der Gelenkskapsel, die reich an Nervenfasern sind.

Das Wachstum erfolgt von außen durch das Perichondrium. Darunter versteht man die Knorpelhaut, den bindegewebigen Überzug des Knorpels. Von außen werden neue Zellen gebildet, die in das Knorpelgewebe einwandern.

 


Schematischte Darstellung des Knorpelgewebes

 

Es gibt drei verschiedene Arten von Knorpelgewebe:

  1. Hyaliner Knorpel
  2. Elastischer Knorpel
  3. Faserknorpel