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Knochenmarkstimulation

Prinzip: Neuer Knorpel aus Knochenmark-Zellen.

Knochen ist nicht nur hart. Im Inneren besteht er aus Milliarden von lebendigen Zellen. Insbesondere im Knochenmark gibt es Zellen mit der erstaunlichen Fähigkeit, sich zu Knorpelzellen zu wandeln, wenn sie an die Gelenkoberfläche gelangen. Um ihnen das zu ermöglichen, kann der Operateur mit verschiedensten Methoden den Markraum eröffnen.

Der Markraum wird eröffnet.

Durch die vielen kleinen Kanäle können dann die Zellen aus dem Knochenmark bis in den Bereich des Knorpelschadens vordringen. Manche davon werden nach einigen Wochen und Monaten Knorpelgewebe bilden und die Lücke wieder auffüllen.

 

    

 

Meist entspricht das dabei neu gebildete Gewebe nicht dem ursprünglichen hyalinen Gelenkknorpel, sondern weist morphologische und funktionelle Unterschiede auf. Man spricht auch von einer "Knorpelnarbe" oder einem "Knorpelersatzgewebe".

Die Markraumstimulation ergibt eine Knorpelnarbe.

Die Qualität und Haltbarkeit dieses Knorpelersatzgewebes hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter, der Lokalisation des Defektes, der operativen Technik, der Nachbehandlung und vieles mehr.

Die Öffnungen im Knochen können durch folgende Techniken erzeugt werden:

  • Anbohrung
  • Mikrofrakturierung