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Mikrofrakturierung

Prinzip: Eröffnung des Markraumes mit einer Ahle.

Für die Behandlung kleiner umschriebener Gelenkknorpeldefekte kann der subchondrale Knochen auch mit einer feinen Metallspitze, einer "Ahle", eröffnet werden. Auch dadurch kommt es zu Blutungen aus dem Knochen und Blutstammzellen haften an der Defektstelle an. Unter Entlastung des Kniegelenkes und Bewegung mittels Motorschiene differenzieren sich die Knochenmark-Zellen nach einigen Monaten zu Knorpelersatzgewebe und füllen den Knorpeldefekt auf.

Vorteile:

  • Arthroskopische Operationstechnik (während der Gelenkspiegelung möglich) und der Zugang zu beinahe allen Kniegelenksarealen ist durch unterschiedlich gestaltete Stössel möglich
  • Einzeitiger operativer Eingriff (nur eine Operation erforderlich)
  • Weltweit stellt die Mikrofrakturierung den häufigsten knorpelchirurgischen Eingriff dar (in den USA mehr als 90%)
  • keine Nekrosen durch Hitzeentwicklung


Nachteile

  • Beschränkung auf kleine Knorpelschäden von bis zu 2-3cm2 Größe
  • führt zu faserknorpeligem Ersatzgewebe
  • Im zeitlichen Verlauf über Jahre scheint die Stabilität und Qualität des Ersatzgewebes abzunehmen



Arthroskopische Mikrofrakturierung eines traumatischen Knorpelschadens des Kniegelenkes (Video)