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Knochen-Knorpel-Transplantation

Die Knochen-Knorpel-Transplantation ist ein weiteres Verfahren zur Deckung begrenzter Knorpeldefekte. Hierbei stanzen wir aus einer Region des Kniegelenkes außerhalb der Belastungszone einen Knorpel-Knochen-Zylinder aus, um ihn an der defekten Stelle einzubringen. Der Eingriff kann in offener oder arthroskopischer Technik durchgeführt werden. Zwei bis drei Monate Schonung und intensive Physiotherapie sind für den Heilungsprozess zwingend.

Vor allem bei Schäden im Bereich des Knie- und Sprunggelenkes führt dieses Verfahren zu Erfolgen, allerdings findet es seine Grenze durch die Größe des Transplantats.

Allogene Knorpeltransplantationen - bei welchen der Knorpel von einer anderen Person stammt - sind ebenfalls möglich, werden aber in Europa kaum durchgeführt.

Vorteile:

  • Implantation intakten Knorpelgewebes in den Defekt mit vollständig ausgebildeter und funktionell intakter Knorpelmatrix
  • Transplantation viabler Chondrozyten
  • Wiederherstellung der Gelenkskontur bei Gelenksinkongruenz
  • arthroskopische Technik ist möglich

Nachteile:

  • limitierte Verfügbarkeit von Transplantaten (maximal können 3 Zylinder mit einem Durchmesser von 8 bis 12 Millimeter entnommen werden)
  • Es entstehen zwischen den Transplantaten sogenannte "tote Räume", die mit faserknorpeligem Gewebe aufgefüllt werden ("gap tissue")
  • Fehlende Integration des hyalinen Knorpels zwischen Spender und Empfänger
  • unterschiedliche mechanische Voraussetzungen des Knorpels von Spender- und Empfängerregion
  • Entnahme intakten Gewebes für die Knorpelzylinder
  • An der Entnahmestelle der Knochen-Knorpelzylinder können Schmerzen auftreten ("Donor-Morbidität" mit Gelenksfunktions-Einschränkungen
  • Schwierigkeiten in der Übereinstimmung in der Graft-Topologie


Sehen Sie nachfolgend eine Knorpel-Knochentransplantation eines Knorpelschadens im Kniegelenk, die in Rahmen einer Arthroskopie durchgeführt wird: