Langsam fortschreitende Zerstörung des Gelenkknorpels

Degenerativer Knorpelschaden und Arthrose

Bei degenerativen Knorpelschäden und Arthrose handelt es sich um eine langsam aber stetig fortschreitende Knorpelabnutzung, die eine Systemerkrankung des gesamten Gelenkes ist. Davon sind meistens Kniegelenke, Hüfte, Sprunggelenke, Handgelenke und Fingergelenke betroffen.

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Arthrose ist fortschreitende Knorpelabnutzung

Die Gelenke sind die Scharniere und Stoßdämpfer unseres Körpers. Sie ermöglichen Bewegungen, dämpfen und verteilen Druckstöße sowie Zug- und Scherkräfte. Als bewegliche Verbindungsstellen an den Knochenenden bestehen sie aus verschiedenen Strukturen: Gelenkhöhle und -spalt umgeben von der Gelenkkapsel und gefüllt mit Gelenkflüssigkeit (Synovia) sowie der Gelenkknorpel. Dieser Knorpel besteht zu 95 % aus Knorpelmatrix und zu 5 % aus Knorpelzellen – den sogenannten Chondrozyten. Diese Chondrozyten sind für den Auf- und Abbau der Knorpelmatrix zuständig. Der Knorpel überzieht die Knochenenden und ist gemeinsam mit der Gelenkflüssigkeit dafür verantwortlich, Knochenabreibungen zu verhindern.

Man spricht von Arthrose, wenn es im Gelenk zu einer degenerativen Zerstörung des Knorpels und damit einhergehenden Knochenveränderungen kommt. Diese Veränderungen können starke Beschwerden und Schmerzen auslösen. Mit Millionen von Betroffenen zählt die Arthrose zu einer der Volkskrankheiten. Ab dem 35. Lebensjahr weist jeder Zweite Arthrose-Erscheinungen im Anfangsstadium auf. Ab dem 60. Lebensjahr ist jede zweite Frau und ein Drittel der Männer von Arthrose betroffen.

Im Gegensatz zur Arthritis ist eine Arthrose keine primär entzündliche Erkrankung. Diese Form wird als „stumme“ also latente Arthrose bezeichnet. Dennoch kann im fortschreitenden Krankheitsverlauf abgeriebenes Knorpelmaterial Entzündungen mit Schwellungen und Schmerzen auslösen. Diese Form wird dann als aktivierte Arthrose bezeichnet.

Entstehung von Arthrose

Arthrose entsteht vor allem durch eine altersbedingte Abnutzung der Gelenke. Dieser degenerative Prozess kann jedoch auch durch andere Faktoren ausgelöst werden und somit auch schon in jüngerem Alter Probleme bereiten. Dabei kommt es zu einem Ungleichgewicht des Knorpelstoffwechsels, in dessen Folge mehr Knorpel ab- als aufgebaut wird. Das führt zu irreversiblen Schäden des Knorpelgewebes.

Die Erkrankung äußert sich also durch eine Rückbildung des Knorpels im Gelenk. In einem gesunden Knorpel werden die einzelnen Knorpelbestandteile permanent erneuert. Dieser Vorgang kann durch die kaputten Knorpelzellen nicht mehr geleistet werden, wodurch der Knorpel seine Elastizität und Beständigkeit einbüßt. Kommt es weiterhin zu Belastungen auf das betroffene Gelenk, wird der Knorpelbelag abgenutzt und Knochengewebe gebildet. Dies führt zu einer anatomischen und irreparablen Veränderung des Gelenks.

Durch die fortwährende Abnutzung entstehen Undichtigkeiten, da der Knorpel nicht mehr als natürliche Barriere dient und so kann Gelenkflüssigkeit in den Knochen gelangen. In dem Gelenk kommt es zu einer Ansammlung von Stoffwechselprodukten und Zellresten, die leicht zu Entzündungen führen können. So wird aus dem Knorpelschaden sukzessive eine (aktivierte) Arthrose.

Ursachen für Arthrose

Von Arthrose betroffen sind in der Regel vor allem Menschen, die über 50 Jahre alt sind. Neben dem Alter gibt es jedoch noch eine ganze Reihe anderer Faktoren, die eine Entstehung der Krankheit begünstigen können.

Typische Ursachen sind:

  • berufliche oder sportliche Überbelastung der Gelenke
  • Überbelastung durch Übergewicht
  • Meniskus- oder Bänderverletzung
  • Knorpelschäden durch Knochenbrüche oder Gelenkentzündungen
  • angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen
  • angeborene Knorpelfehlfunktionen

Geschieht der Gelenkverschleiß ohne erkennbaren Grund, spricht man von einer „Primären Arthrose“. Spielen ein oder mehrere klar benennbare Risikofaktoren eine Rolle, handelt es sich um eine „Sekundäre Arthrose“.

Symptome

Die Symptome einer Arthrose treten oft erst mehrere Jahre nach Krankheitsbeginn auf. Normalerweise beschränken sich diese auf den betroffenen Gelenkbereich. Zu den anfänglichen Anzeichen gehören Gelenkschmerzen, Steifheitsgefühl und eine eingeschränkte Beweglichkeit sowie Belastungs- und Anlaufschmerzen. Gerade der Belastungsschmerz kann als erstes Anzeichen verstanden werden. Dieser tritt nach Belastungssituationen, beispielsweise nach dem Spielen von Fußball oder Tennis und verstärkt sich im Laufe der Zeit. Ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass ein permanenter Bewegungsschmerz vorliegt, sind Hobbies oder alltägliche Aktivitäten kaum noch möglich. Auch können durch das Wegfallen des Knorpels Knack- und Raspelgeräusche in dem Gelenk auftreten, die sich zusätzlich oftmals unangenehm für die betroffene Person anfühlen.

Hat sich der Bereich entzündet, beispielsweise durch eine andauernde Überbelastung, kommt es außerdem zu Schwellungen. Bei den Fingergelenken entstehen harte Verdickungen oder es bilden sich Knoten. In einem späteren Krankheitsverlauf schmerzen die Gelenke auch schon bei leichten Bewegungen oder im Ruhezustand.

Ebenfalls gilt es zu beachten, dass sich die Wahrnehmung der Schmerzen individuell unterscheidet und auch der betroffene Bereich ausschlaggebend für das Empfinden der Beschwerden ist.

Nichtsdestotrotz schränkt eine Arthrose die Lebensqualität in der Regel massiv ein und Ziel jeder Behandlung sollte die Erhaltung ebendieser sein.

Die Stadien der Erkrankung

Die Arthrose ist keine plötzlich auftretende Erkrankung, sondern entsteht meist schleichend über mehrere Jahre hinweg. Ihr progredienter (fortschreitender) Verlauf lässt sich in vier unterschiedliche Stadien einteilen:

Grad I

Der Gelenkknorpel zeigt noch keine sichtbaren Auffälligkeiten. Die Gelenkflüssigkeit wird dünner und der Knorpel verliert an Elastizität. Das Gelenk ist nicht mehr vor jeder Belastung geschützt.

Grad II

Der Knorpel erweicht an der Oberfläche und ist bereits leicht aufgefasert. Das Gelenk wird zunehmend schlechter geschmiert und der Druck wird schlechter verteilt. Die dünnere Gelenkflüssigkeit federt Stöße und Belastungen immer schlechter ab. Die Gelenkinnenhaut wird gereizt und die ersten Beschwerden treten auf.

Grad III

Die Knorpeloberfläche weist bereits bis zum Knochen reichende Risse oder Krater sowie eine immer stärkere Auffaserung auf. Der Gelenkknochen liegt stellenweise frei und ist Belastungen sowie Bewegungen ungeschützt ausgesetzt. Der Schmerz nimmt deutlich zu.

Grad IV

In diesem Stadium liegen schwerwiegende Knorpelschäden vor. Die gesamte Knorpelschicht ist nahezu abgebaut. Der Knochen ist an vielen Stellen nicht mehr von Knorpel bedeckt, sodass der Gelenkspalt immer enger wird und die Knochen direkt aufeinander reiben. In diesen Fällen ist eine Gelenkersatz-Operation normalerweise die letzte Option.

Diagnose

Die Arthrose entwickelt sich – anders als viele andere Krankheiten – nicht plötzlich, sondern schleichend. Da die ersten Beschwerden oft erst einige Monate oder Jahre nach Krankheitsbeginn auftreten, wird sie meist erst relativ spät diagnostiziert. Klagt ein Betroffener über Schmerzen in einem Gelenk, erfassen wir in einem ersten Schritt in der Regel die medizinische Vorgeschichte – die sogenannte Anamnese. Dabei geht es um aktuelle Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, Knochenbrüche, Unfälle und andere relevante Verletzungen.

Im Anschluss werden die Beweglichkeit der Gelenke und das Gangbild im Rahmen einer orthopädischen Untersuchung geprüft. Auch werden oftmals das betroffene Gelenk selbst, die Muskulatur, der Gelenkspalt und anliegende Bänder und Sehnen durch Abtasten überprüft. Diese körperliche Untersuchung gibt uns die Möglichkeit, weitere Erkrankungen auszuschließen und die Diagnose einer Arthrose weiter zu verfolgen.

Besteht ein Verdacht auf Arthrose können wir diesen mit bildgebenden Verfahren bestätigen oder entkräften und gleichzeitig den Schweregrad feststellen. Durch das Röntgen des betroffenen Gelenks lassen sich klassische Merkmale, wie die Verschmälerung des Gelenkspaltes und die Knochendichte, abbilden. Weiterführende Untersuchungen sind Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT).

Zusätzlich können auch Labortest veranlasst werden, um andere Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden auszuschließen. Dazu wird der betroffenen Person Blut abgenommen und die Blutwerte werden beispielsweise auf die Harnsäurewerte überprüft. Zu den auszuschließenden Erkrankungen gehören etwa rheumatoide Arthritis oder Gicht.

Um in einem ersten Schritt schnell und unkompliziert mehr über Ihr persönliches Arthrose-Risiko zu erfahren, stellt Ihnen das Knorpelzentrum Wien den Online Arthrose-Check zur Verfügung.

Welche Gelenke sind von Arthrose betroffen?

Im Laufe des Lebens sind besonders die großen Gelenke chronischen Belastungen ausgesetzt und nutzen mit der Zeit ab. Zu diesen großen Gelenken zählen Schulter-, Ellbogen-, Hand-, Hüft, Knie- und Sprunggelenk. Da unsere Bevölkerung zunehmend älter wird, nimmt auch die Häufigkeit von Arthrose enorm zu. Auftreten kann Arthrose in jedem Gelenk.

Die häufigste Form der Arthrose ist die des Knie- und Hüftgelenks. Generell sind häufiger die Gelenke der Beine betroffen, da diese vom Körpergewicht belastet werden.

Nachfolgend werden verschiedene Formen der Arthrose genauer betrachtet.

Mann hält sich schmerzendes Knie

Kniegelenksarthrose (Gonarthrose)

Eine arthrotische Erkrankung des Kniegelenks wird als Gonarthrose bezeichnet. Das Kniegelenk kann in zwei Gelenkabschnitte unterteilt werden. Der erste Abschnitt ist das Femoropatellargelenk (Kniescheibengelenk). Ist dieses Kniescheibengelenk von einem Knorpelverschleiß betroffen, wird von einer Retropatellararthrose gesprochen. Der zweite Abschnitt ist das Femorotibialgelenk.

Die Diagnose bei Gonarthrose kann über verschiedene Verfahren wie etwa eine Magnetresonanzuntersuchung erfolgen. Auch die Therapie der Kniegelenksarthrose kann dann über verschiedene Wege verlaufen, die mit den behandelnden Spezialisten abgestimmt werden sollten.

Mann hält sich schmerzendes Knie
Mann hält sich schmerzende Hüfte

Hüftgelenksarthrose (Koxarthrose)

Ist das Hüftgelenk von einer Arthrose betroffen, wird von einer sogenannten Koxarthrose gesprochen. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort „coxa“ ab, welches Hüfte bedeutet. Beim Hüftgelenk können verschiedene (Vor-)Verletzungen oder (Vor-)Erkrankungen zu einer Arthrose führen. Allerdings kann in vielen Fällen keine genaue Ursache gefunden werden.

Die Charakteristika einer Hüftgelenksarthrose sind Belastungsschmerzen und Bewegungseinbußen direkt im Gelenk, welche sich auf den gesamten Hüft- und Leistenbereich erstrecken können. Eine Koxarthrose wird in der Regel mit Hilfe einer Röntgenaufnahme diagnostiziert. Die genauen Behandlungsmöglichkeiten legt der Spezialist in Abhängigkeit von der Schwere der Veränderungen fest.

Frau hält sich schmerzendes Sprunggelenk

Sprunggelenksarthrose

Von einer Sprunggelenksarthrose wird gesprochen, wenn das Sprunggelenk verschlissen ist. Oftmals sind konkrete Auslöser wie Unfälle ursächlich für eine Sprunggelenksarthrose. Gerade junge Menschen leiden häufig an dieser arthrotischen Erkrankung. Begleitet wird die Arthrose im Sprunggelenk von einem sogenannten Anlaufschmerz. Das bedeutet, dass die betroffene Person erst gegen den Schmerz anlaufen muss und sich das Gelenk „eingerostet“ und steif anfühlt. Auch werden im Krankheitsverlauf das Gehen und Stoßbelastungen, beispielsweise durch Joggen, unmöglich, da die Schmerzen immer stärker werden. Ausgelöst wird die Sprunggelenksarthrose durch vorherige Verletzungen, Durchblutungsstörungen, Fehlstellungen oder Stoffwechselstörungen.

Für die Diagnose nutzen wir Röntgenuntersuchungen und Magnetresonanztomografie. Eine Therapie orientiert sich an dem jeweiligen Ausprägungsgrad der Arthrose und wird durch den behandelnden Arzt festgelegt.

Frau hält sich schmerzendes Sprunggelenk
Frau hält sich schmerzendes Schultergelenk

Schultergelenksarthrose (Omarthrose)

Eine Arthrose in der Schulter wird als Omarthrose bezeichnet. Diese Art der Arthrose beschreibt den Verschleiß des Gelenks zwischen Oberarmkopf und Schulterblatt. Durch den schleichenden Verlauf einer Omarthrose nehmen Betroffene diese oftmals erst wahr, wenn Schmerzen und Bewegungseinschränkungen eintreten. Eine Omarthrose kann durch Über- und Fehlbelastungen, Vorerkrankungen und erbliche Faktoren ausgelöst werden. Die Schultergelenksarthrose wird ebenfalls durch bildgebende Diagnostik festgestellt. Eine Therapie kann von Physiotherapie über Medikamente bis hin zu operativen Verfahren reichen. Die Therapieentscheidungen werden individuell je nach Krankheitsausprägung getroffen.

Frau hält sich Fingermittelgelenk

Fingermittelgelenksarthrose (Bouchard-Arthrose)

Die Bouchard-Arthrose ist eine Arthrose Art, die sehr häufig auftritt. Gerade ältere Menschen leiden an dieser Form. Dabei sind die Fingermittelgelenke betroffen und es kommt zu Schwellungen, die den Heberden-Knoten ähneln. Eine Therapie ist oftmals nicht notwendig, da eine Fingermittelgelenksarthrose häufig ohne Komplikationen verläuft. Nichtsdestotrotz stehen dem behandelnden Arzt verschiedene Behandlungswege offen, falls es zu Beschwerden kommen sollte.

Frau hält sich Fingermittelgelenk
Frau hält sich Fingerendgelenk

Fingerendgelenksarthrose (Heberden-Arthrose)

Mit Heberden-Arthrose wird eine Arthrose in den Fingerendgelenken bezeichnet. Benannt wurde diese Form der Arthrose nach dem Londoner Arzt William Heberden. Das Besondere an einer Heberden-Arthrose ist, dass sich charakteristische Knötchen an den Fingerendgelenken bilden. Die Knötchen werden auch Heberden-Knoten genannt. Diese Arthroseform tritt zehnmal häufiger bei Frauen auf als bei Männern. Die Schmerzen treten schubweise auf und können extrem stark sein. Eine Diagnose wird durch das bloße Anschauen der Hände durch den Arzt gestellt. Im Zweifelsfall werden zusätzlich noch Röntgenaufnahmen angefertigt. Die Bandbreite der Behandlung reicht von Medikamenten bis hin zu speziellen Operationsverfahren.

Arzt untersucht Arthrose am Daumensattelgelenk

Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)

Die Rhizarthrose beschreibt eine Arthrose, die im Daumensattelgelenk zu verorten ist. Das Daumensattelgelenk verbindet das große Vieleckbein und den ersten Mittelhandknochen. Auslöser für eine Daumensattelgelenkarthrose ist häufig eine Überbeanspruchung, beispielsweise durch eine körperlich belastende, berufliche Tätigkeit des Gelenks. Dies ist auch der Grund dafür, dass eine Arthrose im Daumensattelgelenk oftmals gleichzeitig in beiden Händen auftritt. Eine genaue Diagnose einer Rhizarthrose ist wichtig, da diese häufig mit anderen Erkrankungen, beispielsweise Arthritis oder Gicht, verwechselt wird. Somit sollte diese im besten Fall durch einen Orthopäden erfolgen, welcher auch die passenden Behandlungsschritte festlegt.

Arzt untersucht Arthrose am Daumensattelgelenk

FAQs

Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, bei der der Gelenkknorpel irreversibel geschädigt ist. Meist entsteht die Arthrose aufgrund der altersbedingten Knorpelabnutzung, aber auch Verletzungen und andere Erkrankungen können zur Arthrose führen. Die altersbedingte Arthrose tritt meistens ab dem 50. Lebensjahr auf. Durch den Verschleiß des Knorpels reiben die Knochen des Gelenks unmittelbar aufeinander, wodurch es zu Schädigungen der Gelenkoberfläche kommt.

Entzündungshemmende Naturheilmittel wie Teufelskralle, Brennnessel oder Weidenrinde können bei leichten Arthrose-Beschwerden helfen. Allerdings sollte vor der Anwendung immer ein Facharzt zu Rate gezogen werden, welcher die Ausprägung der Arthrose und die darauf abgestimmte Behandlung bestimmen kann.

Generell kann ein bereits entstandener Knorpelschaden oder Knorpelverschleiß der Arthrose nicht mehr rückgängig gemacht werden, da sich Knorpelgewebe nicht oder nur sehr schlecht regeneriert. Allerdings können die Schmerzen behandelt werden und der Verlauf der Arthrose verlangsamt bzw. aufgehalten werden.

Mit gezielter Physiotherapie und biologisch aktiven Substanzen (Stammzellen, Plasmaprodukte, Hyaluronsäure etc. ) kann der Fortschritt der Arthrose verlangsamt oder aufgehalten werden. Wenn die Ausprägung der Arthrose bereits schwerwiegender ist, kann in einer Operation eine Prothese statt des beschädigten Gelenks eingesetzt werden.

Die Arthrose selbst kann nicht geheilt werden. Allerdings kann mit der richtigen Lebensweise (Ernährung, Bewegung) einiges ausgerichtet werden. In schweren Fällen kann das betroffene Gelenk in einer Operation durch eine Prothese ersetzt werden.

Wenn eine Arthrose nicht behandelt wird, nimmt der Verschleiß des Gelenkknorpels immer mehr zu und die Knorpelschicht zwischen den Knochen wird immer dünner, bis sie sich schließlich gänzlich abgelöst hat. Dann reiben die beiden Knochenenden des Gelenks direkt aufeinander und man spricht von der sogenannten Knorpelglatze. Wenn es so weit gekommen ist, kann das Gelenk nur mehr unter großen Schmerzen bewegt werden und sich zudem auch versteifen oder verformen. Zusätzlich kommt es auch zu Veränderungen von anderen Gelenksbestandteilen wie zum Beispiel der Gelenkkapsel, die dann einsteifen kann.

Heilen kann man Arthrose zwar nicht ausschließlich mit der Ernährung, allerdings kann eine Ernährungsumstellung den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen.

Arthrose kann zunächst mit einer konservativen Therapie ohne Operation und mit Physiotherapie behandelt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der Behandlung mit tiefen Laserstrahlen und der Magnetfeldtherapie. Als biologisch aktive Substanzen können Blutplasmaprodukte und Hyaluronsäure verwendet werden. Bringen diese Maßnahmen keine Verbesserung, kann die Arthrose auch mit einer Operation behandelt werden.

Im frühen Stadium der Arthrose bemerken die Patienten vor allem morgens sowie bei Belastung dumpfe oder stechende Schmerzen im betroffenen Gelenk. Wenn die Arthrose bereits weiter fortgeschritten ist, kann es auch zu einem Dauerschmerz sowohl während Bewegungs- als auch Ruhephasen kommen.

Ob etwaige Schmerzen tatsächlich von einer Arthrose herrühren, kann der Facharzt feststellen. Neben dem manuellen Abtasten der Gelenke geben auch Verfahren wie Röntgen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) Auskunft über den Zustand des Gelenkes. Im Rahmen einer minimal-invasiven Arthroskopie (Gelenkspiegelung) kann der Schaden im Gelenk nicht nur diagnostiziert sondern unter Umständen auch behandelt werden.

Die Schmerzen bei Arthrose können sich im Laufe der Zeit auch auf die daneben liegende Muskulatur und auf den Ansatz der Sehnen ausweiten.

Ja, Arthrose verläuft sogar oft in Schüben. Die Schmerzen und Entzündungszeichen sind dann einige Wochen lang stärker als üblich, während die Patienten außerhalb der Schübe oft noch beschwerdefrei sind. Oft sind die Einschränkungen in den Bewegungen nach einem Schub allerdings größer als vorher.

Zum Teil kann Arthrose vererbt werden, etwa wenn kleine, angeborene Verformungen an der Gelenkoberfläche von Fingern und Daumen der Auslöser für die Krankheit sind.

Eine Arthrose macht sich in den meisten Fällen langsam bemerkbar. Zunächst kommt es zu Schmerzen nach längeren Ruhephasen oder nach großer Belastung. Allmählich treten die Schmerzen dann immer häufiger auf.

Manchmal steht eine Verletzung oder ein Sturz am Beginn einer Arthrose. In den meisten Fällen haben diese Patienten aber bereits eine beginnende Arthrose, die sie bis dahin noch nicht bemerkt haben.

Alles, was eine unnötige Belastung für die Gelenke bedeutet, verschlimmert auch die Arthrose. Dazu zählen vor allem Übergewicht und eine fettreiche Ernährung, da diese viele entzündungsfördernde Stoffe enthält.

Ja, viele Arthrose-Patienten sind von Wetterfühligkeit betroffen. Ein Wetterumschwung kann die Schmerzen auslösen oder verstärken. Das liegt an den Schwankungen des Luftdrucks in der Atmosphäre. Betroffene können mit sanfter Bewegung wie Spazierengehen, Walken oder Schwimmen vorbeugen, wenn sich ein Wetterumschwung ankündigt.

Etwa 1,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher sind von Arthrose betroffen, wobei sich die ersten Anzeichen ab dem 50. Lebensjahr äußern.

Da Arthrose mit Entzündungen verbunden ist, gilt es generell Wärme zu vermeiden. Etwas Kälte kann gezielt und fachgerecht angewendet Linderung bringen. Zu viel Kälte kann dem Knorpel allerdings zusätzlich schaden, daher sollten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Facharzt halten.

Bei einer Kniearthrose kann man zunächst eine Behandlung mit einer konservativen Therapie ohne Operation angebracht sein. Wenn sich dadurch keine Verbesserung einstellt, kann die Arthrose auch mit operativ behandelt werden. Sehr effektiv sind auch Stammzellen und Blutplasmaprodukte oft in Kombination mit Hyaluronsäure, die in das Gelenk appliziert werden können. Dafür ist meist keine Operation erforderlich und die Anwendung kann ambulant durchgeführt werden.

Bei Gonarthrose handelt es sich um Arthrose im Kniegelenk. Dabei wird im Laufe der Zeit der Gelenkknorpel durch Abnutzung zerstört, was zu Schmerzen im Knie führt.

Chondropathie patellae ist eine Erkrankung der knorpeligen Rückfläche der Kniescheibe (patella).

Ein Reiz ist eine immer wieder auftretende Entzündung des Kniegelenks mit Ergussbildung. Es wird durch Überbelastung nach sportlichen Betätigungen, Verletzungen, degenerative Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder rheumatische Erkrankungen ausgelöst.