Geballte Knorpelkompetenz im Knorpelzentrum Wien

Knorpel und Gelenke

Gesunde Gelenke und damit Gelenkknorpel sind die Grundlage für ein aktives Leben bis ins hohe Alter. Bleiben Sie gemeinsam mit dem Knorpelzentrum Wien in Bewegung und erfahren Sie hier alles über den menschlichen Knorpel.

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Gelenke – Voraussetzung für ein bewegtes Leben

Eine aufrechte Haltung, Gehen, Stehen, Greifen und vieles mehr wäre gar nicht möglich ohne unsere Knorpel und Knochen, Muskeln und Gelenke. Zusammen bilden sie den Stütz- und Bewegungsapparat unseres Körpers, der vielfältige Aufgaben zu meistern hat und uns ein mobiles Leben erst ermöglicht.

Gelenke sind die beweglichen Verbindungen zwischen zwei Knochen. Damit die beiden Gelenkflächen nicht bei jeder Bewegung aneinander reiben, sind sie von einer schützenden glatten Knorpelschicht überzogen. Je nach Art der Gelenke ist diese Schicht nur 1 bis 5 mm dick. Sie ist eng mit dem Gelenkknochen verbunden und wirkt dank ihrer wasserspeichernden Eigenschaften wie ein elastischer Puffer oder Stoßdämpfer. Sie fängt den Druck ab und verteilt ihn gleichmäßig auf die Gelenkknochen.

Da im Knorpel nur wenige Zellen vorhanden sind, verlaufen der Stoffwechsel und der damit verbundene Knorpelaufbau sehr langsam.

Grafik Gelenke

Alles läuft wie geschmiert

Wie bei einem Scharnier benötigen auch die Gelenke ausreichend Schmiere, damit die Flächen bei Bewegung nicht aufeinanderreiben. Diese Gelenkschmiere, auch Gelenkflüssigkeit (Synovia) genannt, wird von der Gelenkinnenhaut produziert. Daneben hat die Synovia die Aufgabe, dem Knorpel wichtige Nährstoffe zuzuführen und Stoffwechsel-Endprodukte zu entfernen. Die Gelenkschmiere enthält vor allem Hyaluronsäure, Eiweiße, Zucker und Wasser.

Damit wir langfristig Spaß an der Bewegung haben, müssen wir uns um die Gesunderhaltung insbesondere der Gelenke, Knorpel und Knochen kümmern. Und da kann man einiges tun: Leichte sportliche Betätigung kräftigt die Muskeln, schont den Knorpel und fördert die Knochenstabilität. Die gesamte körperliche Fitness wird verbessert, was sich wiederum positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirkt.

Grafik Gelenke

Funktion des Knorpels

Das embryonale Skelett besteht noch vollständig aus Knorpel, aus dem sich später durch Kalziumeinlagerung Knochen bilden. Bei erwachsenen Personen findet man den Knorpel vorwiegend an Stellen, wo es auf Festigkeit, hohe Elastizität und große Beweglichkeit ankommt.

Eine wichtige Knorpelart ist der Gelenkknorpel. Gelenke sind die beweglichen Bindeglieder zwischen den Knochen. Der Gelenkknorpel überzieht die Oberfläche der Gelenkknochen und schützt sie. Seine elastische und gleitfähige Struktur ermöglicht, dass die Gelenkknochen reibungslos gegeneinander gleiten können. Er ist extrem widerstandsfähig und kann als Puffer Stoßbewegungen sehr gut abdämpfen.

Die arkadenartige Struktur des Kollagenfasergerüstes garantiert Elastizität und Druckfestigkeit. Wie auch immer wir uns bewegen: Beugen, Strecken, sich Hinknien – unsere Gelenke machen dies alles mit. Das Knorpelgewebe ermöglicht Gleitfähigkeit und Stoßfestigkeit.

Die Gelenkflüssigkeit ernährt den Knorpel

Die Gelenkflüssigkeit und die äußerst wasserreiche Knorpelgrundsubstanz, die die Knorpelzellen umgibt, wirken zusammen wie ein hydraulisches System: zum einen für die Funktion als Stoßdämpfer und zum anderen als Pumpsystem, welches die Knorpelzellen im gefäßfreien Knorpelgewebe mit Nährstoffen versorgt.

Die stoßdämpfende Eigenschaft des Knorpels beruht auf seinem hohen Wassergehalt. Durch Verlagerung des Gewichtes auf die Gelenke – wie etwa beim Laufen – erzeugt der wechselnde Druck auf den Knorpel eine Verlagerung des Wassers innerhalb des Gewebes. Diese ist auch wichtig für die Aufrechterhaltung der Funktion der Knorpelzellen, da damit Nährstoffe mit benachbarten Geweben ausgetauscht werden. Denn da Knorpel nicht mit Blut versorgt werden, müssen sie auf diesem Weg die notwendigen Nährstoffe erhalten.

FAQs

Der Knorpel liegt als schützende Schicht zwischen den beiden Knochenenden des Gelenks. Dort fungiert er quasi als Stoßdämpfer und sorgt dafür, dass die Knochen nicht aneinander reiben.

Das Knorpelgewebe besteht aus Knorpelzellen und Interzellurlärsubstanz. Der Knorpel ist ein glattes und gefäßloses Gewebe, wird also nicht durchblutet.

Knorpel finden sich an vielen Stellen des menschlichen Körpers. In den großen Gelenken wie Knie oder Schulter, an der Nase, in der Ohrmuschel oder auch im Kiefergelenk.

Der Knorpel im Gelenk dient als schützende und dämpfende Schicht zwischen den beiden Knochenenden.

Ein Knacksen im Kniegelenk kann physikalisch durch die Gelenkflüssigkeit und mechanisch durch Schleimhautfalten ausgelöst werden. Auch Knorpelschäden können zu einem Knacksen führen. Um diese frühzeitig zu erkennen, ist die Untersuchung durch einen Facharzt hilfreich.

Am besten lassen sich Gelenke mit einer stabilen umliegenden Muskulatur schützen, da dadurch das ganze Gelenk gestützt wird.

Das größte Gelenk im menschlichen Körper ist das Kniegelenk.

Nein, beim Meniskus handelt es sich um einen halbrunden, flachen Bindegewebskörper im Kniegelenk, der gewisse Ähnlichkeiten mit dem Knorpel hat.

Wenn kein Knorpel mehr im Kniegelenk vorhanden ist, dann ist das schmerzfreie Laufen oder Gehen nicht möglich.

Mit einem unbehandelten Knorpelschaden im Knie sollte man nicht joggen gehen. Zunächst muss der Knorpelschaden behandelt werden und im Anschluss gegebenenfalls die stützende Muskulatur mit sanften Sportarten oder Physiotherapie wieder aufgebaut werden.

Als „echtes Gelenk“ werden Gelenke bezeichnet, bei denen die Gelenkflächen mit hyalinem Knorpel überzogen sind, sich zwischen den Gelenkkörpern ein flüssigkeitsgefüllter Gelenkspalt befindet und die Gelenkhöhle von einer zweilagigen Gelenkkapsel umschlossen ist.

Der Knorpel selbst kann sich nicht entzünden, da er keine Blutgefäße hat. Entzünden können sich an den Knorpel angrenzende Strukturen des Gelenkes wie zum Beispiel die Gelenkskapsel. Ist diese entzündet, kommt es oft zur Produktion von Gelenkflüssigkeit, die zu einer Schwellung des Gelenkes führt.