Kitzbühel wird auch 2026 wieder zum Treffpunkt führender Kniechirurginnen und Kniechirurgen aus dem deutschsprachigen Raum. Beim traditionsreichen Symposium „Joint Visions – Zukunft der Kniechirurgie“ treffen sich vom 11. bis 13. Juni renommierte Expertinnen und Experten, um neueste Entwicklungen in der Gelenkerhaltung, Meniskuschirurgie, Kreuzbandrekonstruktion und Knorpeltherapie zu diskutieren. Das Symposium feiert heuer sein 20-jähriges Jubiläum und steht ganz im Zeichen innovativer Konzepte rund um das Kniegelenk.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf biologischen Therapieverfahren und deren Integration in moderne chirurgische Behandlungskonzepte. Im Rahmen des „Bio-Update 2026“ wird Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits einen Vortrag zum Thema
„From Biology to Strategy – Wie ACP und Orthobiologika die Kniechirurgie neu definieren“
halten. Dabei steht eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Welche Rolle spielen biologische Verfahren wie ACP (Autologes Conditioniertes Plasma), PRP und andere Orthobiologika in der modernen Kniechirurgie?
Die Kniechirurgie befindet sich derzeit in einem grundlegenden Wandel. Während früher vor allem die mechanische Korrektur von Schäden im Vordergrund stand, rückt heute zunehmend die Biologie des Gelenks in den Fokus. Moderne Therapiekonzepte verbinden präzise chirurgische Techniken mit biologischen Verfahren, die Heilung, Regeneration und Gewebequalität gezielt unterstützen.
Die Zukunft der Kniechirurgie wird daher nicht weniger chirurgisch – sie wird präziser. Mechanik bleibt das Fundament. Biologie wird zum strategischen Verstärker.
Neben den biologischen Therapien widmet sich das Symposium aktuellen Themen wie Meniskuserhalt, Meniskustransplantation, Kreuzbandchirurgie, Patellastabilisierung sowie innovativen Knorpelrekonstruktionsverfahren. Live-Demonstrationen an Humanpräparaten ermöglichen einen praxisnahen Einblick in moderne Operationsmethoden und fördern den wissenschaftlichen Austausch zwischen erfahrenen Operateuren und der nächsten Generation von Kniechirurgen.
Ein weiterer Programmpunkt von Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits beschäftigt sich mit den mittelfristigen Ergebnissen der AutoCart-Technik. Unter dem Titel
„AutoCart – Halbzeitbilanz: Was uns fünf Jahre wirklich lehren“
werden aktuelle Erfahrungen und klinische Ergebnisse aus der gelenkerhaltenden Knorpelchirurgie präsentiert.
Die Veranstaltung unterstreicht einmal mehr die zunehmende Bedeutung individueller, biologisch-mechanischer Therapiekonzepte. Ziel ist nicht allein die Behandlung eines Defekts, sondern die Entwicklung maßgeschneiderter Strategien für den einzelnen Patienten.
Wir freuen uns auf den wissenschaftlichen Austausch in Kitzbühel und werden über die wichtigsten Erkenntnisse und Entwicklungen anschließend auf knorpel.at berichten.
