Ein schmerzendes Knie kann auf einen Meniskusschaden hindeuten und sollte vom Facharzt untersucht werden. Dieser kann einen etwaigen Meniskusriss diagnostizieren und behandeln. Dafür ist auch nicht immer eine Operation nötig oder gar sinnvoll. Wann eine sogenannte Meniskusnaht oder Meniskusrefixation Sinn macht, wollen wir Ihnen heute erklären.

Der Meniskusriss

Bei den Menisken handelt es sich um faserknorpelähnliches Gewebe, das ringförmig seitlich am Knie liegt. Ihre Funktion ist die schmerzlose, reibungslose Bewegung des Kniegelenks, in dem sie als Stoßdämpfer dienen. Kommt es zu einem Meniskusriss, ist diese Funktion eingeschränkt und es kommt zu Schmerzen. Eine Meniskusverletzung kann entweder traumatisch sein, also bei schnellen Drehbewegungen auftreten. Das trifft vor allem auf junge Menschen zu, die sich den Meniskusschaden oft beim Fußballspielen oder Skifahren zuziehen. Oder die Verletzung entsteht altersbedingt durch die Abnutzung der Menisken durch andauernde Belastung. Daneben begünstigen auch weitere Faktoren wie Übergewicht und vorangegangene Bandverletzungen die Entstehung eines Meniskusrisses.

Konservative Therapie oder Operation?

Ob ein Meniskusriss operiert werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab. Generell lässt sich sagen: Bei frischen traumatischen Verletzungen ist die Meniskusnaht erfolgversprechender als bei Schäden durch altersbedingten Verschleiß. Bei der Entscheidung für oder gegen eine operative Behandlung muss man außerdem die Stärke der Schmerzen, das Alter der Patienten sowie die künftigen Anforderungen an den Meniskus im Auge behalten. Junge Menschen, die auch in Zukunft noch häufig und intensiv sportlich aktiv sein wollen, kommen daher eher für eine Operation in Frage.

Auch die genaue Lage des Meniskusrisses ist ein entscheidender Punkt. Denn Schäden am Außenrand sind etwa durch die bessere Durchblutung besser operativ zu behandeln.

Die Meniskusnaht (Meniskusrefixation)

Ist die Entscheidung zugunsten einer Operation ausgefallen, kommt die Meniskusnaht oder Meniskusrefixation zum Einsatz. Sie dient dem Erhalt des Meniskus und wird in arthroskopischer Technik durchgeführt. Das bedeutet, dass der Arzt bei der Operation nicht das ganze Gelenk öffnen muss. Vielmehr bringt er eine kleine Kamera und die Instrumente über kleine Einschnitte ins Gelenk. Je nach Verletzungsart und -ort des Meniskus wendet er verschiedene Operationstechniken für die Meniskusnaht an. Dabei gibt es zum einen die „All-Inside-Technik“, zum anderen die „Outside-In-Naht“ oder „Inside-Out-Naht“.

Nach der Operation erhalten die Patienten eine Schmerztherapie in Tablettenform und sollten zur Schonung der Naht drei bis sechs Wochen lang Gehstützen verwenden. Eine spezielle Physiotherapie für 12 Wochen unterstützt den gezielten Bewegungsaufbau.

Wir empfehlen, den Meniskus wenn möglich immer zu nähen und zu erhalten. Denn ein erhaltener Meniskus ist die beste Arthroseprophylaxe!